Gleisdorf: Teil 2 der Einbahnring-Umgestaltung umgesetzt
Teil 3 „Ludwig-Binder-Straße“ in Vorbereitung, Umsetzung ab Sommer

Mit der heutigen Eröffnung des zweiten Teils der Hauptradroute 01 wurden im Zuge des Radverkehrskonzeptes Gleisdorf weitere knapp 800 Meter Radweg im Gleisdorfer Stadtzentrum geschaffen. Dabei misst der neue, mindestens drei Meter breite Geh- und Radweg entlang der B 65 (Gleisdorfer Straße bzw. Schillerstraße) rund 500 Meter. In der Franz-Tanner-Straße wurde ein neuer ebenfalls rund drei Meter breiter GRW mit zirka 150 Meter Länge errichtet sowie in der unteren Schillerstraße ein 145 Meter langer Mehrzweckstreifen für Radfahrer:innen gegen die Einbahn. So konnte seit dem Start im Jahr 2021 im Zentrum von Gleisdorf knapp eineinhalb Kilometer an Geh- und Radwegen fertiggestellt werden.
Die Realisierung des Geh- und Radweges in der Schillerstraße konnte erst durch eine Neugestaltung des Verkehrsraums erfolgen. Diese Maßnahme sendet ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Fußgänger:innen und Radfahrer:innen innerhalb der Gesamtverkehrsplanung im belebten Stadtzentrum von Gleisdorf. Was die Ampelanlagen betrifft, so wurde ihre Funktionalität, einschließlich der Priorisierung des öffentlichen Verkehrs am Busbahnhof, schon im Februar überprüft. Die Inbetriebnahme der Am-pelsysteme erfolgt jedoch erst nach der Fertigstellung der Induktionsschleifen, die nach dem Asphaltieren des Oberflächenbelags in der Franz-Tanner-Straße, Gartengasse sowie in der Franz-Josef-Straße angelegt werden. Zusätzlich wurde auch die Fahrbahn erneuert und die 33 Jahre alte und rund dreieinhalb Meter lange Gleisbach-brücke saniert.
Wie bereits im ersten Bauabschnitt haben die Gleisdorfer Stadtwerke und die Feistritzerwerke auch diesmal die Versorgungsinfrastruktur, einschließlich Wasser- und Stromleitungen, modernisiert und sowohl das Fernwärmenetz als auch das Glasfasernetz erweitert. Zusätzlich hat die Gemeinde die Sanierung der Franz-Tanner-Straße sowie der unteren Schillerstraße im Abschnitt zwischen Neugasse und Bahnhofstraße vorgenommen.
Überblick über die wesentlichen Maßnahmen:
B 65 Gleisdorfer Straße km 24,545-25,000/B 65c Einbahnring Gleisdorf, km 0,000 - km 0,040):
- Errichtung eines Geh und Radweges
- Sanierung der Fahrbahn und der Gleisbachbrücke
- Sanierung der Parkflächen, Radwege und Gehsteige für die Stadtgemeinde Gleisdorf
- Sanierung/Erneuerung von Leitungen
- Herstellen der Fundamente für die neuen Ampelanlagen
- Ökologische Maßnahmen zum Schutz der Bäume während der Bauarbeiten und zur längerfristigen Erhaltung schützenswerter Bäume im Stadtgebiet
Franz-Tanner-Straße (Gemeindestraße):
- Errichtung eines Geh und Radweges zwischen B 65 (Einbahnring) und Bürgergasse
- Sanierung der Fahrbahn, der Gehsteige und Parkflächen in der Franz-Tanner-Straße zwischen B 65 (Einbahnring) und Bürgergasse
- Erneuerung von Leitungen zwischen B 65 (Einbahnring) und Bürgergasse
- Ökologische Maßnahmen zum Schutz der Bäume während der Bauarbeiten und zur längerfristigen Erhaltung schützenswerter Bäume im Stadtgebiet
Untere Schillerstraße (Gemeindestraße):
- Sanierung der Fahrbahn, der Gehsteige und Parkflächen in der unteren Schillerstraße zwischen Bahnhofstraße und Neugasse, Änderung der Schräg- in Längsparkplätze
- Ökologische Maßnahmen zum Schutz der Bäume während der Bauarbeiten und zur längerfristigen Erhaltung schützenswerter Bäume im Stadtgebiet
Neugasse/Bahnhofstraße (Gemeindestraße)
- Sanierung der Fahrbahn, der Gehsteige, Busbuchten und Parkflächen von der Kreuzung Neugasse/Bahnhofstraße bis zu den Bushaltestellen des Bahnhofes bzw. bis zum Bahnhofsgebäude selbst (Herstellung Fernwärmeanschluss)
- Erneuerung von Leitungen
Statements:
„Mit der Durchführung des zweiten Bauabschnitts der Einbahnring-Umgestaltung in Gleisdorf setzen wir erneut ein starkes Zeichen für die Förderung des Alltagsradverkehrs und die nachhaltige Entwicklung der Stadtgemeinde Gleisdorf. Durch die Realisierung von weiteren 800 Metern Radweg im Stadtzentrum, investieren wir nicht nur in die Mobilität der Bevölkerung, sondern auch in eine nachhaltigere und lebenswer-tere Umgebung. Mit einem Investitionsvolumen von rund 4,2 Millionen Euro, zu dem das Land Steiermark 1,3 Millionen Euro beiträgt, unterstreichen wir einmal mehr unser Bestreben für eine umweltfreundliche und nachhaltige Verkehrspolitik in der Steier-mark. Ich danke allen Beteiligten für den Einsatz und freue mich schon auf die weiteren Entwicklungen und Umsetzungen in unserem Radverkehrskonzept", sagt Verkehrsreferent und Landeshauptmann-Stv. Anton Lang.
„Seit einigen Jahren arbeiten die Gemeinden der Kleinregion Gleisdorf am ´Kleinregionalen Radverkehrskonzept´, das primär ein Ziel hat: Wir wollen ein attraktives Angebot für das Alltagsradeln schaffen. Dabei entstehen 37,7 km Hauptradrouten und 85,9 km untergeordnetes Erschließungsnetz. Mit der Eröffnung des Radweges in der Schillerstraße ist ein weiterer Abschnitt erfolgreich abgeschlossen. Damit geht nicht nur eine mögliche Veränderung der Mobilität einher, es ist auch mit einer echten Chance zur Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität für die Menschen in unserer Region verbunden", sagt Bürgermeister Christoph Stark.
„Die Hauptarbeiten im Landesstraßenbereich wurden Ende 2023 planmäßig abgeschlossen. Einige Maßnahmen im Bereich der Gemeindestraßen und letzte Restarbeiten im Landesstraßenbereich werden nun noch im Frühjahr umgesetzt. Auch das Straßenrechtliche Einreichprojekt für den nächsten Teil, nämlich Bauabschnitt 3 ´Ludwig-Binder-Straße‘ ist kurz vor der Fertigstellung. Mit einem Baustart kann, sofern alles gut läuft, frühestens im Sommer 2024 gerechnet werden", sagt Projektleiter Thomas Wankhammer der Abteilung 16, Verkehr und Landeshochbau.
11. März 2024