In Mortantsch wird nun noch sicherer geradelt
Radweg-Eröffnung nach sechs Monaten Bauzeit, Fortsetzung läuft

Sieben Hauptradrouten wurden im Rahmen des „Radverkehrskonzepts Radregion Weiz" entwickelt. In einer Bauzeit von rund sechs Monaten wurde von der HR 5 (Göttelsberg - Büchl, Gesamtlänge 5,6 km) ein, ein Kilometer langer Abschnitt an der L 356 (Kleinsemmeringstraße) in Mortantsch gebaut.
„Um den zweieinhalb Meter breiten Geh- und Radweg umsetzen zu können, musste die L 356 auf einer Länge von rund 240 Meter verbreitert werden. In den Gesamtkosten von rund 1,4 Millionen Euro ist zusätzlich die Sanierung der Landesstraße inkludiert. Ich freue mich sehr, dass wir erneut ein tolles Projekt aus unserem erfolgreichen Radverkehrskonzept umsetzen konnten", so Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stv. Anton Lang anlässlich der heutigen Eröffnung.
„Verkehrsverbindungen stellen die Blutgefäße unseres Gemeinschaftssystems dar und ermöglichen Kreis- und Abläufe innerhalb von Orten sowie verbinden Gemeinden untereinander. Was früher nur von Straßen und teilweise von Eisenbahnschienen gewährleistet wurde, wird in unserer Zeit zunehmend mit Fuß- und Radwegen ergänzt und vervollständigt. Der Radweg zwischen den beiden Nachbargemeinden Mortantsch und Weiz stellt eine solche wichtige und absolut sinnvolle Bereicherung dar. Diese Verbindung fördert den Alltagsverkehr in Richtung einer ökologisch sinnvollen, gesundheitsbewussten und für alle Bevölkerungsgruppen sicheren Alternative zum Autoverkehr - dem Radfahren! Ein großer Dank für die große Unterstützung bei der Umsetzung und der Finanzierung dieses Projekts geht an das Land Steiermark und besonders an den dafür zuständigen Verantwortlichen, Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang", sagt Weiz Bürgermeister Erwin Eggenreich.
„Mit dem neuen Geh- und Radweg von Göttelsberg nach Weiz können wir einen Meilenstein in der Mobilität zwischen der Gemeinde Mortantsch und der Bezirkshauptstadt setzen. Für uns als Pendlergemeinde bietet dieser Weg einen enormen Mehrwert für alle Verkehrsteilnehmer:innen, sei es für den Berufs-, Schul- oder Freizeitverkehr. Durch Entschärfungen von Kurven und einem - dem gegenwärtigen Stand entsprechend - breitem Geh- und Radweg bietet er größtmögliche Sicherheit für Fußgänger:innen und dem stark steigenden Radfahr- bzw. E-Bike-Verkehr. Ein großer Dank an das Land Steiermark und die Stadtgemeinde Weiz für die große Unterstützung bei diesem für unsere Region so wichtigen Projekt", so Mortantsch Bürgermeister Peter Schlagbauer.
Das Projekt wurde „bautechnisch" in zwei Abschnitten (MO3 und MO4) umgesetzt. Der erste Abschnitt erstreckt sich von km 10,965 (Einbindung Leitnerweg) bis km 11,500 (südlich Eisstocksportanlage), der zweite führt von km 11,500 bis km 11,955 zum Ortseingang von Weiz.
„Die Fahrbahn im rund 240 Meter langen Verbreiterungsbereich wurde in einer Gesamtstärke von knapp 65 Zentimeter umgesetzt, zum Teil wurde noch ein 40 Zentimeter starker Bodenaustausch vorgenommen. Über die gesamte Fahrbahn inklusive Bestand wurde eine fünf Zentimeter starke Deckschicht asphaltiert. Natürlich wurde auch eine dementsprechende Entwässerung errichtet. Der Radwegaufbau beträgt an die 60 Zentimeter", sagt Projektleiter Michael Kern von der A16, Verkehr und Landeshochbau.
Die Gemeinde Mortantsch beteiligt sich mit knapp über 300.000 Euro an dem Projekt.
Verbaut bzw. verlegt wurden:
- 5.200 to Schotter
- 2.300 to Asphalt
- 2.200 m Lichtwellenleiter
- 1.550 m Leisten
- 400 m Halbschalen (Entwässerung)
Der Ausbau des Radwegenetzes entlang der L 356 in Mortantsch ist allerdings noch nicht abgeschlossen: Seit einer Woche wird an einem knapp 300 Meter langen Abschnitt (MO1) gearbeitet, die Fertigstellung ist mit Ende Oktober geplant. Hier betragen die Gesamtkosten 550.000 Euro, der Gemeindeanteil beträgt 200.000 Euro.
In Planung ist aktuell auch noch ein in etwa 500 Meter langer Geh- und Radweg (MO2).
22. August 2023