Was hat jede Regel? Eine Ausnahme.
Alltag ohne Auto
Unser Selbstversuch als vierköpfige Familie auf ein Auto zu verzichten neigt sich langsam dem Ende zu. Im ersten Teil haben wir uns vorsichtig an ein autofreies Leben herangetastet, in
Teil zwei hat uns der öffentliche Verkehr positiv überrascht, aber auch die Fahrradgrenzen aufgezeigt. Im letzten Teil wollen wir uns jetzt ansehen, was wirklich gut funktioniert hat, wo wir noch Potential sehen und wo sich der Aufwand evtl. nicht lohnt.
Nachdem wir am Stadtrand wohnen, sind viele Alltagswege gleich mal mit einer Fahrt von 8km (pro Richtung) verbunden, das um und auf ist als die Planung. Wenn wir genug Zeit dafür hatten, lies sich eigentlich alles mit einem einzigen Trip pro Tag erledigen. Bei aller Hektik die so ein gewöhnlicher Wochentag bringen kann, ist es uns aber auch passiert, dass wir bis zu drei mal an einem Tag mit Fahrrad und Anhänger Richtung Innenstadt unterwegs waren. Vom Fitnessaspekt her sind die insgesamt 48km zwar top, es vereinnahmt einen dann aber doch ein bisschen. Für die Gesundheit war das Unterfangen jedenfalls top.
Erstaunlich war auch, was mit so einer Kombination aus Rad und Anhänger alles transportiert werden konnte. Auf Grenzen stießen wir eigentlich nur beim Transport von Getränkekisten, berufsbedingtem sperrigen Equipment (Kameraequipment z.B.) oder größeren Anschaffungen wie Wäscheständer und Erde für den Garten.
Darin liegt für uns auch die größte Erkenntnis dieses Versuchs: wirklich zu 100% auf ein Auto zu verzichten ist oft unnötig umständlich bzw. teilweise kaum möglich. In sehr vielen Fällen ist es aber überhaupt kein Problem. Wir waren positiv überrascht, was mit dem Fahrrad alles möglich ist und werden auch in Zukunft die PKW-Kilometer deutlich reduzieren. Die Kinder hatten Spaß, wir konnten uns einiges an Geld sparen (Zeit eher nicht) und der positive Effekt auf die Umwelt ist auch nicht zu unterschätzen.
Habt ihr auch schon mal etwas ähnliches probiert? Was waren eure Erfahrungen? Schreibst uns doch auf Instagram oder
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